Referenzen


Melanie & Miss Moneypenny (Irish Tinker Stute), Kärnten
Jetzt 2011, sechs Jahre später, melde ich mich nochmal zu Wort:
Ich habe das Verlasspferd, das ich immer wollte. Allerdings habe ich noch viel mehr... ein Pferd, das leidenschaftlich gerne springt, das Dressurturniere gewinnt, mit dem ich ohne Sattel schwimmen gehen kann, das Zirkuslektionen aller Art beherrscht, ganz alleine in den Hänger einsteigt usw. Alles was ich mir bei allem schweren Anfang nie gedacht hätte. Wenn ich heute von den Geschichten einst erzähle, schauen mich alle ungläubig an.

Ich organisiere Natural Horsemanshipkurse und Sitzschulungskurse, nur damit Anne öfters nach Kärnten kommt und ich wieder Stunden nehmen kann. Viele Pferdemenschen konnte ich schon damit "anstecken" und es werden immer mehr, die umzudenken beginnen.

Mittlerweile haben wir drei Tinker, die alle mittels Horsemanship und Centered Riding ausgebildet werden und es macht sich bezahlt. In jeder Situation "hören" sie auf uns und wir wissen, wie wir uns in welcher Situation unseren Pferden verständlich machen können. Und wir lernen immer noch ganz fasziniert weiter!!!

Meli (Mühldorf, 2011)

Heuer im Mai hat sich ein großer Traum für mich verwirklicht: Ich hab mir ein Pferd gekauft. Eine 3 1/2-jährige Tinker Stute - die eigentlich mich ausgesucht hat. Ich konnte nicht mehr widerstehen, als mich die großen dunklen Augen ansahen und ich von ihr von oben bis unten nach Leckereien durchsucht wurde.

Wenige Tage später ist die sehr "selbstbewußte" Stute bei uns im Stall eingezogen. Da Miss Moneypenny noch unausgebildet war, wollte ich von Anfang an alles richtig machen. Ich habe Bücher über Natural Horsemanship gelesen, aber wurde nicht so ganz schlau daraus. Da hörte ich, dass in einem Stall in Maria Gail/Villach Kurse angeboten werden. So kam ich zu Anne.

Das Verladen für die Reise nach Villach war, wie schon beim ersten Mal, kein Problem. Dann kam das "Aussteigen": Rückwärts nicht möglich! Sie bewegte sich keinen Zentimeter. Gott sei Dank hatte der Hänger vorne eine kleinere Rampe zum Aussteigen.
An diesem Tag hatte Miss Moneypenny ihre erste Stunde bei Anne. Sie stellte sich gar nicht so schlecht an. Ich glaube Anne war überrascht, dass Miss Moneypenny so mitarbeitete. Ich wußte, dass Tinker sehr "selbstbewußte" (um nicht zu sagen sture oder dominante) Pferde sein können - das hab ich gelesen.

Ja: Ich bin manchmal am Ende des Führstrickes gehangen und sie sagte in welchem Tempo es wo langging; Ja: Sie hat hin und wieder das Tempo beim Ausreiten angegeben bzw. einfach umgedreht; ist nicht stehen geblieben als ich es wollte etc.

In der zweiten Stunde war sie nicht mehr so "brav". Sie wollte sich nicht unterordnen. Ich bin heute noch froh, dass Anne mit ihr diesen "Rangkampf" geführt hat. Ich habe jetzt nämlich eine brave Stute, die mich nicht mehr mit der Schulter abdrängt, oder mich an der Bande in der Halle versucht abzustreifen. Nur hin und wieder haben wir noch kleine Meinungsverschiedenheiten, die sich aber mittels Natural Horsemanship-Übungen leicht klären lassen.

Am meisten freut es mich, dass Miss Moneypenny jetzt auch rückwärts aus dem Hänger aussteigt, und nicht mehr nervös herumtänzelt, oder regungslos stehen bleibt, sondern auf meine Zeichen wartet, wie es uns Anne beigebracht hat. Ich werde sicher noch weitere Kurse bei Anne besuchen, um Miss Moneypenny zu dem Verlasspferd auszubilden, wie ich es gerne hätte!

Es ist einfach schön, wenn ein Pferd, das auf der Koppel steht, einem freiwillig entgegenkommt; wenn "Schmusen" trotzdem erlaubt ist, und vieles,
vieles Positive mehr!

Ich kann nur jedem raten es selbst auszuprobieren - es lohnt sich!

Meli (Penk, 2005)